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In beiden Schulhäusern waren die Kinder gerade dabei, in der Eingangshalle zur Übung und Einstimmung des Tages ein paar Lieder aus dem Programm unseres bevorstehenden Weihnachtssingens ertönen zu lassen, als unvermittelt grosse Aufregung entstand. Der rotgewandete Samichlaus mit seinem langen grauen Bart betrat würdevoll den Raum, gefolgt von seinem Helfer, dem Schmutzli mit seinem finsteren Gesicht. Im Schulhaus Embri erklärte der Kinderfreund den gespannt zuhörenden Knaben und Mädchen, warum der Schmutzli ein ständig bimmelndes Glöcklein auf sich trägt. Nachher verteilte er Lob und Tadel, bevor er zur Bescherung schritt. |
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Den Bahnhofstrass-Kindern erzählte der St. Nikolaus die Geschichte einer griessgrämigen Frau. Da sie an allem herumnörgelt, will niemand etwas mit ihr zu tun haben. Eines Tages aber entdeckt sie in ihrem Innern ein Plätzchen voll Sonnenschein, wie es in jedem Menschen innewohnt. Es gelingt ihr, das Törchen dazu zu öffnen. Von jetzt an sieht sie die Welt hell und farbig, ihre Vergrämtheit löst sich auf und ihr Leben wird reich und schön. Nun wandte sich der Samichlaus den einzelnen Klassen zu und besprach kurz, was ihm im vergangenen Jahr gut und was ihm weniger gefallen hatte. Ganz besonders freuten ihn natürlich die mit grosser Inbrunst vorgetragenen Gedichte der Kinder. Am Schluss ergriff der Schmutzli das Wort: Da ihm die Bescherung zu schwer geworden wäre, habe er sie vor dem Besuch ganz heimlich in die einzelnen Schulzimmer gebracht. Deshalb kehrten die Kinder nach einem Abschiedslied mit grosser Spannung in ihre Klassenzimmer zurück. Dort sah es sehr feierlich aus, lag doch im verdunkelten Raum ein riesiger Grittibänz, umrahmt von fröhlich flackernden Kerzchen. Man mag sich nun fragen, worüber denn der St. Nikolaus des Lobes voll war und was er zu bemängeln hatte. Genau das aber sei hier für einmal nicht verraten. Wollen Sie es trotzdem wissen, so fragen Sie doch die Kinder oder - noch besser - den Samichlaus! Text und Bilder: Toni Blaser |