Personal tools
You are here: Home Diverses Links / Downloads Externe Schulevaluation Weihermatt - Zusammenfassender Bericht

Weihermatt - Zusammenfassender Bericht

Document Actions



Zusammenfassung des Berichts der externen Schulevaluation der Primarschule Weihermatt

Ein Evaluationsteam der Fachstelle für Schulbeurteilung hat im November drei Tage die Primarschule Weihermatt besucht. Es hat Lektionen besucht, Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte interviewt. Im diesem Evaluationsrahmen wurden folgende Qualitätsbereiche untersucht:

  • Lebenswelt Schule, Lehren und Lernen, Führung und Management
  • Individuelle Lernbegleitung (Fokusthema, wurde vom Team selber gewählt)

Gemessen wurde die Schule an Qualitätsansprüchen, die vom Bildungsrat verabschiedet wurden. Die Qualitätsansprüche entsprechen dabei Idealnormen, welche über die Vorschriften und Mindestnormen deutlich hinausgehen.
Die Ergebnisse gehen aus der Analyse von folgenden Quellen aus:
  • von der Schule zusammengestelltes Portfolio
  • von schriftlichen Befragungen im Juni 2010
  • von Beobachtungen und Interviews im November2010

Lebenswelt Schule

Mit dem gezielten Aufbau der klassenübergreifenden Zusammenarbeit pflegt das Schulteam erfolgreich ein gutes Schulklima, was zum Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler beiträgt. Schülerinnen und Schüler  kennen einander über die Klassengrenzen hinweg gut und fühlen sich wohl und sicher. Der Schülerrat ist gut etabliert.
Ebenfalls positiv fällt auf, dass die gemeinsamen Regeln eine geeignete Grundlage für das Zusammenleben bilden. Die Mehrheit der Lehrpersonen setzt das Stufenmodell gezielt und konsequent ein. Somit kennen die Schülerinnen und Schüler die Regeln gut und das ganze Schulteam setzt die Regeln angemessen durch.
Kritisiert wird die Tatsache, dass der Umgang mit Konflikten unter den Schülerinnen und Schülern unterschiedlich eingeschätzt wird. Die Lehrpersonen schätzen den kompetenten Umgang besser ein als die Eltern und die Schülerinnen und Schüler.


Lehren und Lernen


Die Lehrpersonen gestalten den Unterricht sorgfältig. Mit klaren Strukturen fördern sie die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler. Diese können sich gut orientieren im Unterricht, vor allem dank klar formulierten Aufträgen mündlich und schriftlich. Der Unterricht ist meistens anregend. Die Lehrpersonen betonen die Lernfortschritte der Kinder und schaffen dadurch ein Klima, in welchem sie gut lernen können. Die guten Leistungen werden anerkannt. Es wird eine konstruktive Fehlerkultur gepflegt. Ein heiteres und lernförderliches Klassenklima  und ein geordneter Unterrichtsverlauf prägen den Schulalltag.
Der Klassenrat, welcher in allen Klassen regelmässig durchgeführt wird, ist ein wirksames Instrument der Klassenführung.
An der Weiterentwicklung vergleichender Lernstandserfassungen arbeitet die Schule engagiert. Regelmässig werden vergleichende Lernstandserfassungen durchgeführt. Über die Leistungen der Schülerinnen und Schüler wird ausgetauscht in den Klassenteams. Das Schulteam setzt sich mit der Beurteilung überfachlicher Kompetenzen auseinander.
Kritisch betrachtet wird die uneinheitliche Kommunikation über die Ergebnisse von Lernkontrollen. Es ist nicht geklärt, wie die Lehrpersonen die Klassen-Resultate für ihre Unterrichtsentwicklung nutzen.
Einheitliche Kompetenzraster werden entwickelt und versuchsweise im Unterricht eingesetzt. So sollen die Lehrpersonen einen besseren Überblick über den Lernstand der Kinder erhalten.


Führung und Management

Die Schule ist in personeller und organisatorischer Hinsicht wirkungsvoll geführt. Pädagogische Schwerpunkte sind klar erkennbar und die Entwicklungsschritte prägen das Profil der Schule.  Die Abläufe sind transparent und zweckmässig, die Information umfassend und rechtzeitig.
Kritisiert wurde, dass die Schule die Wirkung nach aussen teilweise zu wenig bedenkt.
Die Eltern werden besser informiert, indem sie Folgendes kennen lernen:
  • verschiedene Lerntechniken die ihre Kinder in der Schule lernen
  • Organisation und Inhalte von verschiedenen Lernangeboten
  • Regelung der Hausaufgaben
In allen Bereichen arbeitet das Schulteam konstruktiv, wirkungsvoll und zielgerichtet zusammen. Die gegenseitige Hospitation mit anschliessender Reflexion ist gut etabliert. Die Weiterbildungstage werden gezielt für pädagogische Weiterentwicklung der Schule genutzt. Verschiedene Lehrpersonen bringen dabei ihr Wissen ein.
Bei den grossen Projekten wird die Grenze der Belastbarkeit teilweise erreicht.
Das Evaluationsteam empfiehlt, die Umsetzung von im Team beschlossenen Entwicklungsschritten durch Vereinbarungen verbindlich zu machen.
Als Massnahme bestimmt das Schulteam drei kooperative Lernformen, die in allen Klassen von der
2.- bis zur 6. Klasse geübt und angewendet werden.


Das Schulteam setzt klare, langfristige Ziele für die Schul- und Unterrichtsentwicklung. Es vernetzt die verschiedenen Schwerpunkte gekonnt. Das kooperative, eigenständige Lernen, die Orientierung an den Ressourcen und das altersdurchmischte Lernen bilden die Schwerpunkte der Schul- und Unterrichtsentwicklung.
Die Schule und die Lehrpersonen informieren die Eltern gut. Verschiedene Aktivitäten und Anlässe erlauben den Eltern einen guten Einblick ins Schulgeschehen und sie werden  angemessen einbezogen. Interessierten Eltern wird die  Mitwirkungsmöglichkeit im Elternrat angeboten.
Als Schwäche wird genannt, dass die Schule die Eltern wenig nach ihrer Meinung über Anlässe, Projekte und Neuerungen fragt.


Fokusthema; individuelle Lernbegleitung


Das Bewusstsein über die Notwendigkeit angepasster Anforderungen und eigener Lernwege ist bei den Lehrpersonen hoch. Die meisten setzen in ihrem Unterricht regelmässig kooperative und offene Lernformen ein.
Differenzierte Lernangebote, Lernjournale, verschiedene Lernniveaus, transparente Anforderungen bei Arbeitsplänen zeigen oft die Arbeitsschritte für das Grundwissen und die weiterführenden Aufgaben auf.
Die Lehrpersonen wenden verschiedene Methoden an, um bei den Schülern und Schülerinnen das Nachdenken über das eigene Lernen zu initiieren, es zu verstehen und zu optimieren.
Eine Schwäche ist, dass im Klassenunterricht die Reduktion der Lerninhalte für begabte Kinder weitgehend fehlt.
Die Lehrpersonen schaffen immer wieder Zeit für die individuelle Unterstützung einzelner Kinder. Mit sachbezogenen Rückmeldungen motivieren die meisten Lehrpersonen die Lernenden zu guten Leistungen. Das einzelne Kind wird während der Lektion gut betreut und die Eltern vertrauen in die aufmerksame Beobachtung der Lehrpersonen.
Dank der regen Kommunikation zwischen den sonderpädagogischen Fachleuten und den Klassenlehrpersonen sind die Förderangebote gut auf den Regelklassenunterricht abgestimmt und flexibel organisiert. Die Zusammenarbeit ist eingespielt und schülerorientiert.
Die Begabungs- und Begabtenförderung wird zu wenig wahrgenommen.
Auch hier wird auf den Kompetenzraster gesetzt. Die Lehrperson kann den Lernstand damit besser erfassen und geeignete Aufgaben für das Kind zusammenstellen.

Die Schulleitung bedankt sich bei allen Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern, Eltern und der Schulpflege der Schule Weihermatt Urdorf für die Offenheit, die konstruktive Mitarbeit und das Interesse am Evaluationsverfahren. In der Überzeugung, dass Rückmeldungen und Empfehlungen zur Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Schule beitragen, verbleiben wir mit den besten Wünschen für die Zukunft.

Schulleitung Primarschule Weihermatt
Elvira Pfammatter


Downloads
Weihermatt Bericht Weihermatt Bericht (75Kb, 2011-05-16)

als PDF-Datei

 

Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

This site conforms to the following standards: